Jahrelang wurde die Tafel Schokolade im deutschen Supermarkt von Jahr zu Jahr teurer. Kunden zahlten im Schnitt rund 77 Prozent mehr als 2020, und laut Marktforschern wie YouGov wurde deshalb weniger Schokolade gekauft. Dann kam die Wende, und zwar von unerwarteter Seite.
Der Grund: Der Kakaopreis ist eingebrochen
Nach Rekordhochs im Jahr 2024 ist der Kakaopreis an den Börsen deutlich gefallen. Lidl, Aldi und Norma senkten daraufhin die Preise für Schokolade ihrer Eigenmarken um bis zu 23 Prozent. Im Regal sah das so aus: Die Fin-Carré-Tafel von Lidl kostet
nur noch 0,99 Euro statt 1,29 Euro, und Aldi senkte die Choceur-Tafel ebenfalls von 1,29 auf 0,99 Euro.
Preiskampf im Süßwarenregal
Dabei blieb es nicht. Lidl senkte den Preis von sieben Fin-Carré-Tafeln auf 1,99 Euro statt 2,19 Euro. Norma zog nur einen Tag später nach, was kaum Zufall sein dürfte. Aldi setzte dagegen auf dauerhaft niedrigere Preise bei Keksen und Gebäck der Marke Biscotto.
Ist das Problem damit gelöst?
Nicht ganz. Die Verbraucherzentrale Hamburg kritisiert: Der Kakaopreis fällt seit einem Jahr, doch die Schokoladenpreise im Handel bleiben hoch. Zudem warnt sie vor weiteren Tricks: kleinere Packungen und Produkte, die statt echter Schokolade nur eine Fettglasur enthalten.
Auch die großen Hersteller machen wenig Hoffnung. Lindt-Chef Adalbert Lechner erwartet keine sinkenden Schokoladenpreise, selbst wenn der Kakaopreis fällt. Er lehnt den Verkauf bei Aldi und Lidl ab, weil sonst immer mehr Sonderangebote folgen und die Marke entwertet wird. Entsprechend blieb es bei Lindt teuer: Der Goldhase kostete Ostern 2026 laut Preisschild 65,80 Euro pro Kilo und verärgerte viele Kunden.
Fazit: So kaufen Sie klug ein
• Vergleichen Sie den Kilopreis statt des Packungspreises, denn die Füllmenge kann geschrumpft sein.
• Lesen Sie die Zutatenliste, um sicherzugehen, dass es echte Schokolade ist.
• Probieren Sie die Eigenmarken (Fin Carré, Choceur), die derzeit deutlich günstiger sind.
Die Preise







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